29.07.2020-10:30 Uhr
Bodenstangen mit Amystia
Nach einigem Trubel mit einem Futterlieferanten der Kette Kraveler Pferdefutter kam ich dann schließlich auch dazu, das erste Training mit unserer neuen Stute zu starten. Da Amira erst mal wieder nach ihrem Fohlen etwas Kondition aufbauen muss und die Bodenstangen nach Allys Training sowieso noch auf dem Reitplatz lagen, haben wir diese als Schritt-und Trabstangen genutzt. Nachdem die Stute dann gemerkt hat, dass sie ihre Füße hochheben muss um über die Stangen zu kommen lief sie recht schön, zwar nicht umbedingt sonderlich fleißig, aber zumindest etwas motiviert. Danach dürfte die Maus sich als Belohnung noch in unserer relativ neuen Halle Wälzen, was sie sehr genoss. 

30.07.2020-9:50 Uhr
Vorbereitung auf E-Springen mit Amystia
Da es übermorgen auf ein E-Springturnier zum Turnierstall Passion gehen soll, ist heute der letzte richtige Trainingstag. Mir ist noch etwas mulmig, da wir nur so wenig Zeit hatten zum trainieren. Heute zum Training habe ich für Amira einen E-Springparcour mit 7 Hindernissen auf unserem Reitplatz ausgebaut, und wir haben den Parcour ein paar mal ohne große Fehler übersprungen. Der Wettbewerb wird ein Zeitspringen sein, was durchaus etwas spannend werden könnte, da Amira sich bei uns im Training noch nicht als die Schnellste gezeigt hat. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass sie schon A-Springwettbewerbe gegangen ist und sich auf den Turnieren meißtens gut angestellt hat. Im Endeffekt war es kein schlechtes letztes Training, und ich bin sehr gespannt auf das Turnier übermorgen, da ich selbst auch schon lange keine Turniere mehr geritten bin, aber auf Amira fühle ich mich trotzdem sicher. 

31.07.2020-10:20
Generalprobe vor dem Turnier mit Amystia
Morgen ist es endlich soweit-das erste Turnier kommt. 
Mit Amira haben wir eine routiniert, brave Turnierstute, die ich auch brauche, da ich mir selbst unsicher auf Turnieren bin. 
Heute habe ich Amira nur longiert, da sie sich vor morgen auf gar keinen Fall mehr überanstrengen soll. 
Danach habe ich sie ein paar Mal in den Pferdehändler geführt, was erwartungsgemäß super funktioniert hat. Als Belohnung und zur Abkühlung würde sie dann noch einmal gut gewaschen und eingedeckt in die Box gestellt, damit sie morgen nicht total dreckig ist. Natürlich habe ich mir alles ausgemalt, was nur schief laufen könnte-schließlich ist das auch mein erstes Turnier seit 2 Jahren, allerdings hoffe ich, dass ein E-Springen kein Problem sein wird. 

01.08.2020-05:50
Fahrt aufs Turnier mit Amystia
Früh morgens haben Ally und ich unsere beiden Ponys für die Turniere fertiggemacht-Mähne eingeflochten,bandagiert für die Fahrt und Sattel und Trense eingelagert.
Gut dass wir Amira und Faible über Nacht eingedeckt  im Stall hatten- so war durch das nächtliche Hinlegen zumindest nur die Decke dreckig. Ich habe Amira noch einmal schnell grob geputzt und dann kurz am Putzplatz stehen gelassen,wo sie noch ihr Hafermüslimix futtern konnte-in der Zeit wurden die Neuen auf die Koppel gestellt.
In der Hoffnung,dass alles gut funktioniert,haben wir Faible und Amira eingeladen.
Das ging zum Glück alles gut,und so konnten wir entspannt um ca 7:30 losfahren.
Nach einigen Stunden Fahrt dann endlich die Ankunft auf dem Turnierplatz:
wir waren relativ früh an,haben entspannt die Beiden fertig gemacht und abgeritten und anschließend den Probesprung gesprungen. Unsere Stuten haben sich gut benommen, Amira hatte zwar beim Abreiten definitiv nicht ihren motivierten Tag,aber sie hat auch nicht auf total stur geschaltet.
Mal sehen was das Turnier noch bringt... 

Leider konnte ich heute nicht auf einem Treppchen stehen, da Amira und ich in unserer Kategorie nur den 12.Platz erreichten. Ich muss sagen, dass Amira ihren Einstieg in das Turniergetrubell wirklich gut überstanden hatte und das ich wirklich stolz auf sie bin. Aber am stolzesten war wohl trotzdem Ally, die sich so sehr freute, dass man hätte denken können, dass ich einen Nobelpreis zusammen mit Amira überreicht bekommen hatte.
-Muss man seine Geschwister immer verstehen? - 
Zu Hause beschlossen wir dann unsere Errungenschaften vom Turnier irgendwann nach zu feiern, denn als wir heim kamen waren wir einfach zuuuuuu müdeeeee! *gähn* 

02.08.2020-14:15
In-Outs mit Amystia
Da für mich Amira fast schon so etwas wie mein Traumpferd geworden ist,habe ich sie auch heute wieder trainiert.Eigentlich wollte ich früher anfangen,aber Ally hat mal wieder das Mittagessen verpennt-typisch.Heute ging es für mich und Amira an eine etwas schwierigere Sache: In-Outs von 80 cm und einem Meter ohne Zwischengaloppsprung und einem Abstand von 3  Metern. Dass das nicht so leicht ist,ist mir natürlich bewusst,aber ich will unsere Prinzessin ja auch weiterbringen,und das geht nicht wenn man immer nur leichte Sachen macht.Amira hat sich beim Warmreiten natürlich wieder etwas bitten lassen,aber danach ist sie erstaunlich fokussiert und genau über die In-Outs gekommen.Einige Male hat es bei dem zweiten Hindernis einige fallende Stangen gegeben,weil ich meine Hand nicht schnell genug nach vorne gegeben habe und Amira keine ist,die den Schwung dann von sich übernimmt. Die Stute hat allerdings während des ganzen Trainings eine unheimliche Balance und Konzentration gezeigt,die natürlich für ihr Potenzial als Springpferd sprechen,leglich das Feuer fehlt noch ein bisschen.

03.08.2020-18:20 Uhr
Dressurtraining mit Amystia
Um etwas an dem Tempo von Amira zu arbeiten,haben wir heute explizit Tempovarianzen trainiert.Los ging es mit Mittelschritt,versammelten Schritt und starkem Schritt. Natürlich habe ich es eigentlich auf den starken Schritt abgesehen,aber zu meiner Verwunderung fiel ihr der versammelte Schritt deutlich schwerer.Nach einigen Runden Arbeitstrab und Mitteltrab ging es dann an den Galopp.Im Galopp muss sie als Springpferd möglichst versammelt bleiben,was Amira auch war.Danach verkürzten und verlängerten wir noch Galoppsprünge.Dies war einfach für sie,und nach etwas Galopparbeit übten wir noch fliegende Galoppwechsel auf dem Zirkel.Danach durfte sie dann doch noch über einzelne Steilsprünge a la 110cm springen. Ein paar mal purzelte die oberste Stange,weil Amira nach dem Dressurtraining einfach keine Lust mehr hatte,aber es waren keine groben Fehler dabei. Anschließend ging es zurück an den Putzplatz,wo sie ihr Kraftfutter futtern konnte.

04.08.2020-7:16 Uhr
Erstes Training bei Ally
Heute trainierte ich zum ersten Mal mit Amystias kleinem Liebling. Amira kam brav mit von der Koppel und auch beim Putzen benahm sich die Ponystute gut, bis wir plötzlich von einigen Fliegen und Stechmücken attackiert wurden. Sowohl Amira, als auch ich waren davon nicht sonderlich begeistert, dem Pony zuliebe versuchte ich ruhig zu bleiben und redete mit der Stute, während ich versuche mit meinen Händen die fliegenden Tiere zu verjagen. - Ich weiß nicht sehr originell - Aber wenn sich die Stechmücken nicht schon bei meinem Anblick kaputt gelacht hätte, dann Taten sie es spätestens als Amira anfing und versuchte mit ihrem Kopf und ihren Beinen sowie Mähne und Schweif die Mücken in die Flucht zu schlagen. Unser voller Körpereinsatz hatte auch nach gefühlten 10 Minuten endlich etwas gebracht und ich konnte Amira Satteln und trensen. Um mich selbst, aber auch Amira für die nächsten Turniere zu rüsten, baute ich einige Hindernisse zuerst bis 50 cm und dann, Amira Niveau entsprechend bis 105 cm auf. Bei der niedrigen Variante machte Amira ein paar kleinere Fehler, wie Streifsprünge, aber ich musste feststellen, dass die Kondition der Stute nach dem Warmreiten und erstem Parcour schon sehr aufgebraucht war. Also ließ ich Amira, während ich den Parcour für noch 1-2 Runden höher baute, sich ich etwas ausruhen. Schlussendlich sprangen wir noch 2 mal den hohen Parcour und beendeten dann das Training, damit ich Amystia noch bei Calido helfen konnte. Amira machte in den Schlussrunden einige, durch fehlende Konzentration und Kondition bedingte, Fehler, die aber nicht sonderlich schlimm waren. Hoffentlich kann ich die brave Ponystute bald wieder reiten, aber ich will Amystia ja nicht ihre kleine Maus wegnehmen ;-). 

06.08.2020-9:40
Wassergrabentraining und Dreifache Kombination mit Amystia
Man will es nicht meinen,aber nach einem Tag Pause ging es heute wieder voll ins Training und zum ersten Mal an das L-Niveau. Zum üben habe ich einen 280 Zentimeter weiten Wassergraben aka blaue Plane und eine Dreifache Kombination mit zwei Galoppsprüngen im ungefähren 10-Meter Abstand aufgebaut. Amira fand das ganze erstmal nicht schlimm,aber als sie dann realisierte dass sie darüber sollte-oje! Zum Warmreiten und Ablenken ging es daher erstmal über Trabstangen,bevor wir uns dann den Wassergraben vornahmen.Natürlich war die Ponystute nicht zu überreden,ihr Tempo zu steigern und so-naja,ich war froh, dass kein Wasser im Wassergraben war.Bei der dreifachen Kombination sah die Sache schon etwas anders aus. Amira,die Königin der Kombinationen,war es ziemlich egal,ob da jetzt zwei oder drei Hindernisse hintereinander waren.Die Stange bei dem 115cm Hindernis fiel zwar,aber die Technik mit zwei Galoppsprüngen passte dann doch relativ gut. Nach einem weiteren Wassergrabenfail und einer fehlerlosen Kombinationsrunde war sie fast stolz auf sich selbst,was sie auch sein konnte-immerhin mag ich Wassergräben auch nicht und die Leistung bei den Kombinationen war wirklich gut.Nachdem sie mich mit einem netten Brummeln darauf aufmerksam machte,dass ich gefälligst absteigen soll,wälzte sie sich noch auf dem staubigen Reitplatz.

07.08.2020-13:22
Entspannter Ausritt mit Ally
Heute kümmerte ich mich wieder um Amystias Engel und auch wenn Amira schon Mirabel und Classy fest im Auge behielt, als ich auf die Koppel kam, merkte ich, dass irgendetwas passieren würde zwischen den beiden Stuten oder sogar der ganzen Herde und wenn nicht heute, dann vielleicht die nächsten Tage. Ich kehrte mit Amira am Strick zurück zum Putzplatz und beschloss kurzfristig das gute Wetter auszunutzen und einen Ausritt mit Amira zum nahe gelegenen See zumachen. Nachdem ich die Stute geputzt, getrennt und gesattelt hatte, saß ich auf und wir ritten von unserem Grundstück, zuerst schrieb ich aber - vorbildlich wie ich bin (Ironie aus) - eine Nachricht an Amystia, dass sie mich später nicht suchen geht und dann könnte es schon losgehen. Zuerst ritten wir oft im Schritt und Trab, doch dann entdeckte ich eine gute Galoppstrecke und ritt Amira darauf zu. Wir galoppierten bis zum Ende der Wiese und nahmen dann wieder den Kurs in Richtung des Sees auf. Nach einiger Zeit erreichten wir den besagten See und ich aß in der Zeit, die wir dort verbrachten ein leckeres Schokobrötchen, dass ich mir aus der Küche geklaut hatte. Dann ging ich mit Amira noch an einer sicheren Stelle knietief in den See, dass endete damit, dass Amira mich auf ihrem Rücken aus dem See trug und wir, nachdem ich Amira und mich mit einem mitgebrachten Handtuch abgetrocknet hatte, den Rückweg antraten. Wir galoppierten zwar nicht mehr, aber es war trotzdem ein toller Ritt. Am Hof angekommen rubbelte ich Amira noch ein Mal ordentlich ab und legte ihr zur Sicherheit bis sie trocken war eine Decke über. Dann kam se zurück auf die Koppel, auf der in der Abwesenheit der Leitstute zum Glück nichts passiert ist. 
-Vermutlich noch nicht-

08.08.2020 - 12:10
Sattel anpassen mit Amystia
Damit wir heute Mittag auch noch auf Turnier können, hat sich die Sattlerin jetzt noch schnell Amiras Sattel überprüft, und mit den Worten „Der sitzt, wackelt und hat Luft" grünes Licht gegeben. Das soll heißen, dass ich sie jetzt auch noch reiten kann. Aber um der Sattlerin eine kleine Freude zu machen, packte ich diese auf Olympia drauf und dann ging es mit den Beiden ins Gelände. Es war sehr warm draußen, also würde es nur eine Schrittrunde durch den Wald werden. Die beiden Ponys benahmen sich beim Putzen und Satteln sehr gut, genauso wie beim aufsteigen. Ich schlug vor, eine halbstündigen um den Hof-Tour zu gehen, was wir dann auch taten. Beide, total entspannt, genossen den Ausritt, genauso wie die Reiter. Nicht einmal Rehe konnten die Ponys aus der Ruhe bringen, Amira wackelte einmal mit den Ohren, und dann war das Ganze auch schon erledigt. Im Zockelschritt und Entchenmarsch ging es weiter, durch die grünen - ehm braunen-Wälder. Wir haben sogar ein Specht gesehen, um genau zu sein ein Grünspecht. Alle Anwesenden haben den Ausritt hoffentlich sehr genossen, vor allem Amira fand ihn toll. 

10.08.2020- 7:00
Zeitdruck vor der Schau mit Amystia
Mit einem „Guten Morgen meine Lieblingsprinzessin" ging es heute Morgen bei Amira und mir los mit dem Turnierwahnsinn - jep, man kann es definitiv Wahnsinn nennen, ein Pony in 30 Minuten für ein Turnier fertig zu machen. Während Calido am Mampfen war, holte ich sie aus der Box, in der sie über Nacht gestanden hatte und putze sie, bis die Leitstute zumindest sattelsauber war, danach bekam sie Haferflocken mit Banane als Frühstück aus ihrer lila Müslischüssel. Als sie fertig mit Fressen war, folgte das selbe Prozedere wie bei Calido: Mähne einflechten, Schweif verlesen, Hufe mit Huföl einfetten und dann ihr Schnufel mit Babyöl einreiben, anschließend noch etwas Fellglanzspray, da Amira sonst nur halb so schön glänzt et voila, ein schaufertiges Pony, dass aussieht wie aus einem Reitsportmagazin entsprungen-na zumindest fast. Dann noch das Bandagieren, was Amira auch toll mitmachte.Danach ging es zum Einladen, und die Leitstute konnte vor Vorfreude kaum noch stillhalten, was total untypisch für die Ponystute ist. Ohne irgendwelche Anstalten ging sie in den Hänger, direkt neben Calido. Die Beiden beschnuffelten sich, Calido quiekte einmal und dann war gut. Den Rest von der Fahrt bekamen wir nichts von den Beiden zu hören außer ein gelegentliches Schlürfen, Bummeln oder Schnauben. 
-Zeitsprung -
Nach dem Ausladen band ich Amira neben Faible an. Die Stute sah noch relativ manierlisch aus, leglich ein paar Sabberküsschen von Calido hatte sie abbekommen und ein Zopf hat sich wieder in nichts aufgelöst und die Rückverwandlung in Amiras dicke, mittellange, leicht lockige Mähne angetreten. Vor der Schau führte ich sie noch etwas rum, auch wenn sie sich mehr für die anderen Menschen als für die anderen Pferde interessierte. 

11.08.2020-6:00
Nächster Turniertag mit Amystia
Heute morgen würde es wieder auf Turnier gehen, diesmal aber nur mit meinem kleinen Herzchen und Faible. Ally würde Faible in Dressur und A*Springen vorstellen, ich Amira. 
Vorallem vor der Dressur hatte ich Angst, da Amira noch nie Dressur gestartet ist, aber zwar erwartungsgemäß auf einem guten Niveau läuft. 
Das Zeitspringen bereitete mir da weniger Angst, da die Stute ja bekanntlich nicht besonders hitzig ist und die Sache stets sehr ausgeglichen angeht. 
Also machte ich Amira we vor jedem Turniertag fertig, lud sie ein und dann ging es wieder nach Auenburg. 
Zuerst würde die Dressurprüfung dran sein,der ich gespannt entgegensah. Mit Vielseitigkeitssattel und einfacher Wassertrense ging es dann in der 2.Abteilung nach Ally ins Viereck. So schlimm wie ich es mir vorgestellt habe war es gar nicht. Mir war schon klar, dass es definitiv keine Traumleistung war, aber für Amiras erstes Dressurturnier machte sie ihre Sache gut und die meisten Fehler waren leider meiner Aufregung verschuldet. Am Ende gingen wir dann mit einer guten 6,6 und einem 14. Platz nach Hause, was gar nicht mal so schlecht war. 
Dann kam die A*Springprüfung auf Zeit. Ich dachte, ich würde auf dem falschen Pferd sitzen, denn so motiviert und fokussiert habe ich Amira noch nie erlebt. Für sie schien der Parcour nicht schwerer als ein Gymnastikparcour zu sein und sie nahm die Kurven und Wendungen in so einer Rekordzeit, dass ich nichts zu tun hatte außer schauen dass ich sie nicht störte und gelegentliches Lenken. Die Galopp Sprünge zwischen den Hindernissen müsste ich nicht einmal zählen, aus irgendeinem Grund legte mein kleines Herzchen nämlich mal gerne einen weniger als einen zuviel ein, was uns beim Schlusshinderniss dann doch in arge Raumnot brachte, aber Amira machte einfach einen solchen Satz über das Hindernis, dass ich einen Steigbügel verlor und dankbar war, dass der Parcour hier zu Ende war. Als ich dann die Zeit sah-gute Güte! Mir war zwar bewusst, dass wir nicht langsam gewesen wären und Amira bei jeder Wendung Sekunden gespart hat, aber 80.9 Sekunden und fehlerfrei, das hatte ich jetzt nicht erwartet. Vor lauter Schreck wäre ich dann doch beinahe vom Pferd geplumst, denn das musste ja bedeuten, dass wir Erster waren. 
Und das blieben wir auch-und so konnte Amira ihr erstes goldenes Schleifchen und eine überglückliche Amystia mit nach Hause nehmen, die vor lauter Freude fast nicht mehr laufen konnte und vergaß abzusteigen-bis Amira mich mit einem liebevollen Brummeln daran erinnerte. 
Meine Güte, das war mal ein Turnier gewesen! 

12.08.2020-08:30
Überbauter Wassergraben mit Amystia
Heute kam ein neues Hindernis in den Hindernisschatz von Amira dabei. 
Nach Putzen, Satteln und Trensen ging es dann heute runter auf unseren Reitplatz, wo ich einen Parcour bestehend aus 7 Hindernissen, darunter zwei Steilsprünge von 105 cm und 110cm als Zweierkombination mit 7 Metern Abstand, einem Oxer von 105 cm, einer Triplebarre mit 110cm Höhe und 110 cm Weite, einem einzel stehenden Steilsprung von 115cm,einer 105 cm hohen Mauer und einem überbauter Wassergraben mit 270cm Weite und 110cm Höhe. 
Und ja, der Parcour war schwer, aber Amira war schon beim Warmreiten in einer ausgesprochen guten Stimmung, nahm die Übungscavalettis mit Leichtigkeit und zeigte sich von ihrer besten Seite. Und dann konnte es losgehen, zunächst über einzelne Hindernisse des Parcours, wie den 115cm hohen Steilsprung der Schwierigkeit L, die Tripelbarre, den Überbauter Wassergraben und die Mauer. Kein einziges der Hindernisse brachte Amira us dem Konzept, sie sprang sauber und nahm jegliche die letzte Stange der Triplebarre mit. 
Dann ging es über den zusammenhängenden Parcour, dessen Schwierigkeit zwischen A** und L lag. Insgesamt hatte ich mir außerdem eine Wunschzeit von 65 Sekunden gesetzt, und mit einem Druck auf die Stoppuhr konnte es dann auch schon losgehen. Das erste Hindernis, der hohe Steilsprung, fiel Amira leicht, danach ging es mit einer Kurve und 5 Galoppsprüngen weiter über die Mauer, danach mit weiteren 5 Galoppsprüngen über die Kombination mit zwei Zwischengaloppsprüngen, danach als Aussprung über die Tripelbarre, wo Amira erneut die letzte Stange streifte, diese aber nicht fiel. 6 Galoppsprünge weiter kam dann auch schon der überbaute Wassergraben, bei dem Amira sich in der Weite dann doch verschätzte und die Linie berührte, danach waren wir auch schon am Schlusssprung, dem Oxer, den Amira mit einem gewaltigen Satz nahm. Mit 4 Fehlerpunkten im Training konnte ich durchaus gut leben und die Zeit von 64 Sekunden war sowieso spitze für Amira. Mit ganz viel Loben und Applaus ritt ich sie dann zum Spaß ohne Sattel noch etwas trocken, was sie sehr genoss. Danach spritzte ich sie noch mit dem Wasserschlauch ab, und dabei grummelte Amira vor sich hin. Als Belohnung gab ich ihr dann noch eine Banane mit Haferflocken und Luzerne als Energielieferant. 

13.08.2020-7:45
Galopp durchs Gelände
Heute ging es etwas an die Kondition von Amira, was heißen sollte :
Im Galopp durchs Gelände über mehrere Kilometer. 
Zuerst machte ich die Kleine fertig, putzte sie und sattelte und trenste sie. 
Danach stieg ich auf, machte Amira erstmal auf den Feldwegen im Schritt und Trab warm, ritt viel bergauf und bergab über die Sandefelder Hügel und dann hatten wir die ganze Weite der Wiesen und Feldwege vor uns. Und dann ging es los, im Galopp und leichten Sitz. Amira genoss es, frei Galoppieren zu dürfen und schoss los wie eine gespannte Feder. Mit Power wie ein Vollblut streckte sie sich und verlängerte ihre Galoppsprünge. Die Leitstute legte sich aber nicht auf das Gebiss, sondern trug sich weiterhin selbst, und zu meiner Verwunderung war sie nicht einmal langsam. Sie legte die zwei Kilometer Wiese in ca drei Minuten und zwanzig Sekunden zurück, danach musste ich sie für die Überquerung eines Radweges jedoch durchparieren. Davon hielt mein Herzchen jedoch sehr wenig, denn warum sollte man aufhören zu galoppieren, wenn es am schönsten ist? Also tänselte sie unter mir, rollte sich ein und drückte sich zur Seite weg. Zum Glück war ich dieses Verhalten schon von anderen Ponys gewohnt,sodass ich erstmal ein paar Volten ritt, meinen Sitz wieder ordnete und beschloss, beim zweiten Galopp nicht mehr in den leichten Sitz zu gehen. Nach überqueren des Radweges trabte ich zunächst etwas leicht, saß dann aber aus und gab Galopphilfen. Mir kam zu Gute, dass vor uns eine steigende, lange Wiese lag, wo Amira sich wunderbar austoben konnte, also gab ich ihr die Zügel nach, blieb aber sitzen. Die Kleine legte dennoch den höchsten Vorwärtsgang ein, galoppierten den Hügel ohne Schwierigkeiten hoch und nahm die Galoppwiese danach ebenfalls noch im schnellen Galopp mit. Als es dann jedoch bergrunter ging, parierte ich sie doch dann durch. Schnauben und doch relativ fertig ging es dann den Hügel im Schritt runter und zurück nach Hause, durch einen kleinen Bach und an der schönen Landschaft Sandefelds vorbei. Daheim wusch ich Amira erst einmal, da sie patschnass geschwitzt war und rubbelte sie danach trocken. Mit einer Portion Müsli verabschiedete ich die Süße dann auf die Koppel, wo sie sofort Richtung Staubpfütze verschwand. 

14.08.2020-14:02
Geländeritt mit Ally
Heute konnte ich die kleine Maus wieder übernehmen und da ich heute morgen noch keine Zeit hatte einen schönen Ausritt ins Gelände zu machen, tat ich das jetzt mit Amira. Nachdem ich sie fertig gemacht hatte, ging es erst einmal im Schritt und Trab über die Hügel. Dann erreichten wir ein paar tolle Galoppwiesen, über die ich Amira laufen ließ. Dann versammelte ich sie etwas und ließ sie auch etwas bergauf galoppieren. Ich liebe die Sandefelder Landschaft. Wir ritten an einigen kleinen Bächen und einem großen Fluss vorbei. Wir wechselten auch wieder in verschiedene Gangarten und dann erreichten wir einen hohen Hügel. Als wir auf ihm drauf standen konnte ich nur noch staunen. Der Ausblick war fantastisch auch Amira wieherte leise und schaute sich um. Im langsamen Schritt ritten wir schweren Herzens nach einiger Zeit wieder den Hügel runter. Wir erreichten wieder einige schöne Wiesen und galoppierten auch diese wieder entlang. Nach einem entspannten Nachmittag kamen wir schließlich wieder am Hof an. Dort stieg ich ab und lieferte mir mit Amira noch eine Wasserschlacht, bevor ihc mich wieder der Arbeit zu wenden musste. 

15.08.2020-9:00
Dressurtraining mit Amystia
Morgen würde es auf Turnier gehen, also machte ich mit meinem Herzchen heute nur noch eine lockere Dressurtrainingseinheit. Mein Plan war, heute die komplette E-Dressurprüfung durchzureiten. Zuerst wärmte ich Amira mit großen Volten im Schritt und Trab auf, danach ging es los. Meine Prinzessin war voll konzentriert und ließ sich schnell auf die neue Aufgabe ein. Zuerst ritt ich auf Amira im Arbeitstrab ein und hielt dann bei X an, um die virtuellen Richter zu begrüßen. Weiter ging es dann im Leichttraben auf C zu und auf der Linken Hand weiter. Danach mussten wir sauber durch die ganze Bahn wechseln, was Amira perfekt ausführte und auf den Punkt mit der Schulter auf dem Hufschlag ankam. Jetzt musste ich aussitzen und mit Amira einen ordentlichen Zirkel reiten, bei dem Amira erstaunlicherweise sich schön stellen ließ und sich durch meinen Schenkel begrenzen ließ.  Die Stute hat jedoch einen schwungvollen Trab, sofern sie motiviert ist, und so war ich froh als ich sie im versammelten Arbeitsgalopp an der geschlossenen Zirkelseite angaloppieren konnte. Leider ging es nach der kurzen, aber traumhaft tollen Galoppeinheit schön wieder auf der ganzen Bahn im Arbeitstrab weiter. Dann müsste ich Amira laut Aufgaben Papieren in den Mittelschritt bringen, der bei Amira dann doch sehr nach Erholungspause und nicht nach Prüfungsaufgaben aussah. Danach folgte ein erneuter Handwechsel, bei dem Amira mit viel Spaß dabei war. Beim anschließenden antraben genoss sie jeden Schritt, und auch das Zirkelreiten löste sie toll. Dann kam wieder der Lieblingsteil des Herzponys, das Galoppieren, erst auf dem Zirkel, und dann sogar ganze Bahn, was Amira voll auskostete. Anschließend wieder durchparieren in den Arbeitstrab, Handwechsel durch die halbe Bahn,, abwenden auf die Mittellinie, aufstellen und dann das abschließende Grüßen. Im Mittelschritt am langen Zügel dürfte sie dann noch etwas entspannen. 
Die Maus hat das fürs erste Mal toll gemacht, und so kam mir die Idee in Zukunft auch mal E-Dressur zu nennen, da es Amira anscheinend auch Spaß macht. Stolz trug ich in den Kalender das neue Niveau E-Dressur ein und versorgte meine Amira mit Müsli und Bananen. 

17.08.2020 - 8:40
Ausritt mit Amystia
Nach einem anstrengenden Turnier gestern ging es heute nicht weniger stressig weiter. Direkt morgens gab es Diskussionen mit einen Bauunternehmen, welches unsere neue Führanlage bauen sollte. Um unseren Longierzirkel würde diese kommen, mit einer Einzäunung abgetrennt und überdacht. Aber das ganze war ja so kompliziert zu verstehen, immerhin sollte doch gladweg die Longierhalle überdacht und die Führanlage mit 25m außenrum gebaut werden. Und über den Untergrund gab es dann auch noch Diskussionen-wir bekamen Sand empfohlen, wollten aber Klinkerpflaster haben, damit die Ponys auf hartem Untergrund laufen und sich so auch von Verletzungen auskurieren können. 
Nach dem Ganzen kam ich dann auch dazu, erst Amira von der Koppel zu holen und fertigzumachen. Auf der Koppel kam Amira sofort als sie mich sah mit einem Wiehern auf mich zugaloppiert und begrüßte mich mit einem Schnuppern und Brummeln, danach fing sie an mich abzuschlecken. Brav ging sie von Koppel mit und ließ sich putzen. 
Nach einer kurzen Pause für Amira, in der ich Calido handpferdeferig machte. 
Danach stieg ich auf, nahm Calido an die Hand und los ging es mit den Beiden ins Gelände um den Hof. Calido lief munter neben Amira her und die Stute blieb brav und wieß den Hengst leglich zurecht, wenn der zu wild wurde. Im Schritt trotteten wir über die sommerbraunen Hügel Sandefeld, bergauf und bergab für die Pomuskeln. Der Ausritt war wunderschön, der Wind wuschelte die Mähne der Ponys und meine braune Haarpracht durcheinander. Ein umherspringender Haase ließ den Hengst kurz erschrecken,aber durch meine Prinzessin und seinen tollen Charakter blieb er ruhig. Ich merkte gar nicht, wie die Zeit verging, bis ich die Zehnuhrglocken hörte. Das hieß: allerhöchste Zeit den Heimweg anzutreten. Wehmütig sah ich unser Gestüt näherkommen. Zuhause angekommen, versorgte ich Amira und brachte sie zurück auf die Koppel. 

18.08.2020-8:00
Turniervorberietung mit Amystia
Als Turniervorbereitung auf das A-Springen morgen baute ich heute einige Gymnastiksprünge auf, mit denen sich Amira auf das Turnier vorbereiten durfte. Sicherheitshalber stellte ich mein Handy vor dem Training aus, um störende Anrufe von möglicherweise nervenden Baufirmen zu vermeiden. 
Folgende Kombination hatte ich für meine süße Prinzessin rausgesucht und aufgebaut:
Bodenstangen, 3m Abstand, Kreuz, 3m Abstand, Kreuz, ein Galoppsprung, Bodenstange, 3m Abstand, Steilsprung, 3m Abstand, Bodenstange, 3m Abstand, Kreuzoxer, 3,5m Abstand, Bodenstange. 
Die Sprünge hatten jeweils eine Höhe von 105cm,also A** Niveau und durch die in-outs hatte das Ganze einen guten Schwierigkeitsgrad. 
Ich ging meine Prinzessin von der Koppel holen, die sich riesig freute mich zu sehen. Anschließend putzte ich sie, versah sie mit ihrer lila Ausrüstung, stieg auf und ritt zum improvisierten Springplatz. Beim Warmreiten merkte ich, dass Amira heute mal wieder etwas fauler unterwegs war, aber das kannte ich ja von ihr. Anschließend galoppierte ich an und sprang die Gymnastikreihe ohne größere Schwierigkeiten, denn mein Herzchen nahm ihre Aufgabe als Springpony sehr ernst. Perfekt anvisierend und abschätzen nahm sie ein Hindernis nach dem anderen in einem bequemen Arbeitsgalopp, und ich hatte obendrauf nichts zutun außer Hand vorgeben, in den leichten Sitz gehen und sie nicht im Maul behindern. Nach drei Durchgängen komplett ohne Fahler lobte ich Amira zum Mond, versorgte sie und brachte sie mit einigen Bananen als Vorrat für plötzliche Hungersnöte auf die Koppel, die sie sich jetzt auch noch mit Classy teilen musste. 

19.08.2020-5:25
Turnierfahrt mit Amystia - Beginn des Turniermarathons
Heute morgen war ich noch aufgeregter als sonst, denn es würde auf Turnier gehen und der Turniermarathons bin Ende August würde beginnen. Voller Vorfreude ging ich Amira von der Koppel holen, die ein paar mehr Schrammen als gewöhnlich hatte, da sie ihren Platz als Leitstute gegen Classy ja immerhin verteidigen musste. Ernsthafte Plessuren waren es nicht, also machte ich kein unnötiges Drama drum, sah zwar nicht so schön aus, aber tat meiner Prinzessin augenscheinlich nicht weh. Ich nahm die schlaftrunkene Stute an den Strick, weckte sie mit einem „Hallo meine Süße" aus dem Halbschlaf, worauf hin sie einen dunklen Grummeler hören ließ. Anschließend verfrachtete ich sie an den Putzplatz, denn Amira war über Nacht draußen gewesen und so etwas schmutzig und nass vom Tau geworden. Langsam ohne Hektik putze ich sie, deckte sie für die Fahrt ein und bandagierte sie, dann durfte sie noch schnell etwas Bananenhafermüsli füttern. 
In der Zeit lud ich ihren Vielseitigkeitssattel und ihre Englische Tränse mit einfachem Gebiss und lila Strasssteinen ein. Passend dazu hatte ich wieder versucht, meine wilden Haarlocken in zwei Zöpfe zu bekommen-vergebens. Dafür bekam mein Schatzi schöne Mähnenzöpfchen und zur Sicherheit der anderen Ponys eine rote Schleife in den Schweif, da Amira gegenüber anderen Ponys gerne mal dominant war. 
Anschließend lud ich sie ohne Schwierigkeiten ein und gab ihr zum Abschluss noch ein Küsschen, immerhin würde sie jetzt etwas ohne auskommen müssen. 
-Zeitsprung-
Endlich waren wir angekommen und meine Schwester lud zuerst Faible aus, danach konnte ich auch Amira aus dem Anhänger befreien. Schnell machte ich sie ordentlich und ritt sie auf dem Abreiteplatz ab, wo sie sich sehr ausgeglichen und konzentriert verhielt, vielleicht sogar etwas zu sehr. 
Dann ging es auch schon zur Prüfung. Mit einem letzten Blick über den Parcours läutete die Glocke, und es ging los. 

20.08.2020-7:50
Ausritt mit Amystia
Heute würde es ein Ausritt mit verdrehten Rollen geben. Ausnahmsweise hätte ich nicht vor, Amira zu reiten, sondern sie nur als Handpony zur Beruhigung mitzunehmen, denn es würde mit Calido ins Gelände gehen. Nach einem kurzen Gespräch mit Baufirmen ging ich dann auch endlich meine Prinzessin holen, die bereits am Koppelzaun auf mich wartete und mich mit einem dunklen Wiehren begrüßte, anschließend forderte sie dann aber ihr Leckerli ein. Amira Sa noch etwas müde und fertig vom Turnier aus und hatte auch ganz schön abgenommen. Eigentlich im positiven Sinn, da sie endlich ihre ideale Sportfigur erreicht hat, aber ich bin immernoch der Meinung, dass Ponys am besten im Kreisformat aussehen, um es sehr übertrieben auszudrücken. Ich nahm sie von der Koppel, Putzt sie, trenste sie und machte dann schnell Calido fertig. Mit den Beiden ging es dann ins Gelände, ich ritt auf dem Hengst und Amira lief ohne Anstalten nebenher. Die schöne Landschaft Sandefelds zog an uns vorbei, Amira blieb brav und benahm sich toll in ihrer Vorbildfunktion vor Calido. Man merkte, dass sie etwas fertig war, was uns trotzdem nicht davon abhielt eine große Runde Richtung Nachbarschaft zu drehen, mit der wir zu meinem Bedauern wenig Kontakt hatten. Unterwegs fielen uns ein paar Suchblätter auf, die auf ein gesuchtes Pferd hindeuteten. Ach einer großen Runde Liftschnuppern und Entspannen ging es dann auch wieder nach Hause, wo ich Amira mit einer Extraportion Müsli versorgte, damit sie ja nicht vom Fleisch fiel. Das nahm Amira natürlich sehr dankbar an, und nach zwei Minuten säuberlichem Essensvernichten war dann auch kein Krümel mehr in der großen Futterschüssel mehr zu finden. 

21.08.2020-16:43
Geländeritt mit Ally
Heute vertraute Amystia mir wieder Amira an, während sie meine süße Faible reiten durfte. Ich beschloss mit Amira auszubreiten. Gesagt, getan. Nachdem ich die Stute geputzt hatte Trenste und sattelte ich sie und dann konnte ich schon auf steigen. Wir ritten im Schritt vom Hof, doch schon nach einer kurzen Zeit trabten wir über einige der schönen Wiesen im Vesländer Lande. Freudig schnaubte Amira und auf einer geeigneten Wiese ließ ich die Stute galoppieren. Brav befolgt sie meine Hilfen und zog mir auch nicht die Züg aus der Hand. Nachdem wir an einem Fluss vorbei geritten waren und auch im Schritt etwas am Ufer mit den Hufen durchs Wasser waren, kehrten wir zum Hof zurück und ich verabschiedete mich nachdem Amira Koppel fertig war von der kleinen Stute. 
-Zeitsprung-
Ich hatte nichts mehr zu tun und keine Lust darauf bei dem schönen Wetter auch nur noch eine weitere Sekunde im Haus zu verbringen. Also schnappte ich mir irgendein Halfter und einen Strick und tat das, was ich eben am besten kann. Unnötige Ideen haben und sie spontan in die Tat umsetzten. An der Koppel ließ ich meinen Blick über die Ponys schweifen und etwas verwirrt schaute ich mich um. Wessen Halfter hatte ich eigentlich genommen? Ich musterte das Halfter und merkte an der lila Färbung, das es von Amira sein musste, ich rief die Tsute zu mir und zog ihr das Halfter an. Mit einer verdutzten Amira im Schlepptau ging ich zum Putzplatz und machte die Kleine reitfertig. Müde war die Stute noch lange nicht, deshalb machte es ihr auch nichts aus, als sie wusste wohin ich sie führte. Auf dem Springplatz hatte ich einen A** Parcour aufgebaut, den ich heute noch mit der Stute springen wollte. Amira wieherte erfreut und nachdem wir uns aufgewärmt hatten, sprangen wir den Parcour einige Male. Bei den ersten Versuch purzelten ein paar Stangen, aber bei den beiden letzten waren wir fehlerfrei. Glücklich beendete ich das Training und brachte eine stolze Amira auf die Koppel. 

22.08.2020-7:55
Springen ohne Sattel mit Amystia
Um unser Vertrauen etwas zu testen und meinem Herzchen eine neue Aufgabe zu ermöglichen, wollte ich heute auf Amira ohne Sattel springen. Die Stute freute sich schon aufs Training, also nahm ich sie von der Koppel, putzte und gamagierte sie und trenste sie anschließend. Sie satteln brauchte ich ja nicht, also nahm ich sie mit auf den Springreitplatz, wo ich sie erst einem stehen ließ um Hindernisse aufzubauen. Für den Anfang hatte ich mich dann mal auf eine Mauer, eine Zweierkombination aus Steilsprüngen, ein Wassergraben, ein Trippelbarren und ein Oxer beschränkt. Während ich am aufbauen war, spürte ich auf einmal eine Schnute an meinem Arm. Besorgt betrachte sie mich und stubste mich mit einem Brummeln an. Lächelnd gab ich ihr ein Küsschen auf die Nase und stieg auf. Dabei blieb sie ganz brav stehen und im Schritt benahm sie sich nicht anders als anders. 
Schließlich trabte ich an, trabte leicht und saß schließlich aus. Im Trab machten wir viele Hufschlagfiguren und ich war froh, dass unsere Prinzessin so weiche, tolle Gänge hatte. Schließlich galoppierte ich an, ließ die Zügel los und ritt erst einmal eine ganze Bahn um mich an ihren Rhythmus zu gewöhnen. Mit den Händen in der Mähne ritten wir den Oxer an, und ich gab Sprunghifen. Ohne jegliche Zeichen von Irritation oder Unsicherheit vertraute sie mir und sprang ohne mit der Wimper zu zucken über den Oxer. Mein Sitz verrutschte etwas, aber ich fiel ihr nicht ins Kreuz, und so konnten wir dann auch die Zweierkombination nehmen. Amira war toll, vertrauensvoll, fokussiert und gut zu Händen. Ohne irgendwelche Anzeichen von Schwierigkeiten sprang sie gerade so hoch wie nötig über die Kombination, nahm danach noch die Mauer mit, machte einen riesigen Satz über die Tripelbarre und ritt verstärkt den Wassergraben an, wo sie perfekt absprang und einen zielgenauen Sprung hinlegte.
Und ich? Nun ja, man könnte sagen, dass Amira mich nicht umbedingt brauchte und ich auch ohne Sattel nur darauf achten musste, sie nicht zu behindern und ihr Ding machen zu lassen, denn sie konnte es auch einfach ohne meine Hilfen. Gelegentlich musste ich sie mal aus ihrem Sekundenschlaf erwecken, aber sonst war es super. Und was war jetzt anders gewesen als mit Sattel und Zügel in der Hand? Für meine Stute augenscheinlich nix, nur ich musste mich konzentrieren, ihr nicht ins Kreuz zu fallen, was eine tolle Übung war. 

24.08.2020-5:50
Dressurturnier mit Amystia
Über die Ergebnisse des heutigen Turniertages reden wir mal nicht, aber das Teamwork zwischen Amira und mir konnte sich durchaus sehen lassen. Im Grunde genommen haben wir das Turnier eher als Generalprobe für den Turnier Marathon gesehen, da Amira selbstverständlich kein Dressurpony ist und die Prüfung unsererseits eine Gymnastikübung mit erhöhtem Druck war. 
Heute morgen galt leider das Motto:
Wenns nicht läuft, dann läufts nicht. Wer schon einmal versucht hat, im Halbschlaf 5 Pferde fertigzumachen, der weiß, dass dies unter bestimmten Umständen ein einziges Chaos werden kann. Als ich die noch schlafende Prinzessin aufweckte, um sie von der Koppel zu holen, hat die sich zuerst einmal total schlafdrunken auf meinen Fuß gestellt, was mir dann den Quietschen des Jahres entlockt hat. Beim Putzen auch noch verschlafen dachte Amira nicht einmal annähernd dran, mir in irgendeiner Form zu helfen. Danach wurde es auch nicht besser. Beim Einladen stolperte mein Herzchen und wollte danach partout nicht in den Hänger, nicht einmal für Möhren. Als dann schließlich alle außer Calido und Classy eingeladen waren, ging es endlich los. 
Angekommen auf dem Turnierplatz schien Amira ihren Schönheitsschlaf endlich nachgekommen zu haben, allerdings war von der überragenden Motivation weder von ihrer noch von meiner Seite etwas zu spüren. Schließlich legte ich ihr den Vielseitigkeitssattel auf, was bei den Dressurrichtern sicher keine Freudesprünge auslösen würde und ritt sie noch etwas warm. 
Die Stute lief toll, zwar klappte keine einzige Lektion, aber sie lief toll. 
Das Ganze setzte sich im Viereck so fort.
 Zwar zeigte Amira ihr Potenzial, aber an diesem Morgen sollten und sollten keine einzigen Lektionen korrekt funktionieren, sodass es am Ende eher wie eine tolle Trainings Stunde als wie eine E-Dressur aussah. Damit konnte ich aber leben, und nach viel loben und der Schau ging es dann auch wieder nach Hause.

25.08.2020 - 5:00
Springturnier mit Amystia
Heute würde es wieder in aller Frühe auf ein Turnier gehen, bei dem Amira in einem A* Zeitspringen und einem A** Stilspringen starten dürfte, beide Male mit mir. 
Wir waren ja immerhin mittlerweile ein eingespieltes Team, und meine Prinzessin wusste genau um was es ging, als ich sie auf der Koppel wach machte. Freundlich stubste sie mich an und wiehrte leise als Begrüßung, als ich das Halfter über ihren Kopf streifte und sie am Führstrick mitnahm. 
Brav ging sie neben mir her, die Nase und Mähne noch feucht vom Tau. Am Putzplatz machte Amira dann erst einmal ihre katzenähnliche Morgengymnastik, völlig entspannt und cool alles von sich streckend.
Gemütlich machte ich sie fertig. Na ja, so lange gemütlich bis dieser Wirbelwind von Ally in den Stall kam und mich zur allerhöchsten Eile ermahnte. Also beeilte ich mich ein bisschen, machte die schwarze Stute transportfertig und lud sie routiniert ein. Alles funktionierte gut und so kamen wir sogar mal pünktlich los. 
Angekommen sattelte und trenste ich Amira, zog ihr ihre Springgamaschen an und ritt sie auf dem Abreiteplatz ab. Schön entspannt und locker lief mein Herzchen, sogar etwas fleißig vorwärts. Mit einem nicht ganz schlechten Gefühl ritt ich in das A* Zeitspringen, grüßte und ritt in einem guten, flotten Galopp vorwärts. Amira reagierte auf meine Hilfen, nahm Kurven und Wendungen sauber und sprang kraftvoll über die Hindernisse. Jeglich einmal legte meine Stute einen Galoppsprung zu wenig ein, was genau genommen meine Schuld war. Natürlich sprang Amira trotzdem, jedoch musste die oberste Stange daran glauben. Ein Blick auf die Zeit verriet mir, dass wir nicht allzu schlecht dabei waren und so versammelte ich die Prinzessin erst einmal wieder und brachte sie auf die Hinterhand, bevor wir die letzten Hindernisse fehlerfrei nahmen. Ein großes Lob ging an Amira und so erhielten wir einen tollen 4.Platz,der mich total freute. 
Danach dann auch noch das Stilspringen. Dazu muss man erwähnen, dass Amira durchaus ihren eigenen Springstil hat und nur so perfekt springt, wie sie muss oder Lust hat. Daher ging das Ganze zwar relativ abwurffrei von statten, aber die Note am Ende drückte meine und meiner Schönen ihre nicht vorhandene Übermotivation aus. Daher gab's dann nur eine 6,8,die am Ende für Platz 18 reichte. Glücklich tuckerten wir bald darauf wieder nach Hause, um die übrige Hofarbeit Emily abzunehmen. 

26.08.2020-5:05
Neues Turnier mit Amystia
Noch halb ohnmächtig vor Müdigkeit nahm ich heute Amira us der Box, die dort leider hat die Nacht verbringen müssen. Vorwurfsvoll sah die mich an und seltsamer Weise war meine Prinzessin überhaupt nicht müde. Im Gegenteil, völlig unterfordert hat sie ihr Heu aus dem Heunetz in der ganzen 4 mal 4 großen Box verteilt, und ihr Spielball sah auch ziemlich verunstaltet aus. Nebenbei hat sie noch die riesige Fenster geöffnet, wie sie das geschafft hat weiß ich nicht.
Ich nahm sie also mit, putzte sie und bereitete mich seelisch und moralisch mit der im Moment alltäglichen Morgenroutine auf einen anstrengenden Turniertag vor. Als die Stute merkte, dass ich nicht ganz so war wie sonst, pustet sie mir ihren warmen Atem ins Gesicht und legte den Kopg an meine Schulter. Lächelnd kraulte ich sie etwas, bevor ich sie wieder in den transportfertigen Zustand versetzte und einlud. 
Wieder am Turnierpunkte, sattelte und trenste ich die Hübsche wieder, registrierte, dass sie neue Hufeisen bräuchte und machte ihre Mähne noch etwas zurecht. Meine Stute glänzte mal wieder wie aus poliertem Obsidian und stellte sich schauentauglich neben mich, die noch in Jogginghose und Trainingsjacke verzweifelt versuchte, die Zügel richtig zu entknoten. 
Schließlich ging es auf den Abreiteplatz, ich begutachtete schon einmal vorsorglich das leckere Essen und ritt dann meine Amira warm, die sich nicht allzu schlecht benahm. Zwar legte sie gegenüber jedem anderen Pferd mal wieder die Ohren an, aber auf meine Hilfen und Ermahnungen regierte sie. 
Da könnte man ja nur auf die Prüfungen gespannt sein. 

29.08.2020-08:30
Wir probieren uns an Extremtrail mit Amystia
Und schon wieder durfte Amira heute etwas Neues unter mir lernen, denn heute ging es auf die naheliegende Extremtrail Bahn, wo wir gerittenen Extremtrail testen wollten. Fröhlich schnaubend ging die Stute mit von der Koppel und ließ sich super transportfähig machen und anschließend auch verladen. Extremtrail hatte ich schon des öfteren mit anderen Pferden gemacht, jedoch war für Amira das Ganze neu und total aufregend. Als wir ankamen, trottete sie daher ganz vorsichtig aus dem Hänger und begutachtete die unheimlichen Aufgabenstellungen misstrauisch. Ich stieg jedoch selbstbewusst auf. Zu unserer Ausrüstung gab es nicht viel zu sagen, ich ritt mit dem Westersattel von Pia und der Trense von ihr,denn die Sachen passten meiner Prinzessin. Vorsichtig  und unter Aufsicht näherten wir uns zunächst einem langen Steg, dem sogenannten Schwebebalken. Vorsichtig schnupperte sie zunächst, machte dann einen Hopser und lief ohne Anstalten lammfromm drüber. Die irritierten Blicke waren genial, aber ich kannte ja mein Pony und wusste, dass Amira mir voll vertraute. Die Hängebrücke ließen wir erst einmal außen vor und machten mir der Wippe weiter. Schön vorsichtig und balanciert stellte mein Herzchen erst ein Huf darauf, dann zwei und machte schli3einen großen Schritt nach vorne, blieb stehen bis sich die Brücke ausbalanciert hatte und ging dann vorsichtig den Weg runter. Auch durch die Schlucht kletterten wir nicht, da das Vetletzungsrisiko bei einem Turnierpferd zu hoch war. Dafür kletterten wir dann die Hügel hoch und runter, ein leichtes für Amira, die das von unseren Ausritt en gewohnt war. Die Wasserstellen konnten wir auch nicht unberührt lassen und gingen dadurch, wobei Amira Quatsch machte und mit ihrem Huf das Wasser auswirbelte und mich nass machte. Schließlich kam der Baumstammabteil, der ihr besonders lag. Ohne zögern ging das Springpony über alle Stangenvariationen. Das Dach bereitete ihr dann doch etwas Schwierigkeiten, da die Stute etwas rutschte beim ersten Anlauf und danach ein Grundmisstrauen gegenüber des Hindernisse hatte. Schließlich ging sie dann doch drüber und wurde dafür viel gelobt.Den Rest hoben wir uns fürs nächste Mal auf und fuhren glücklich und zufrieden wieder nach Hause. 

10.09.2020 - 20:10
Weiter geht's mit Amystia
Letzte Zeit gab es wenig spannendes, was ins Traininhsbuch gehört. Ich hatte vor allem viel Boden und Dressurarbeit mit Amira gemacht, um etwas an der Bemusklung und Rittigkeit von ihr zu arbeiten. Der Erfolg war natürlich nicht überragend, aber es hat uns trotzdem geholfen, ein paar neue Sachen zu lernen und zu entdecken, zum Beispiel dass Amira Gerten nicht mag und dass ihr Bodenarbeit total liegt. Aber jetzt muss es weitergehen, und zwar mit mehr Springtraining. Dabei hatte ich einige Entscheidungen zu treffen, die mir nicht leicht gefallen sind. Sollte ich mit Amira in der Klasse A** bleiben, sollte ich sie weiter fördern, oder würde ich sie dann überfordern? Sollte ich sie weiter auf Turnieren starten, oder würde ihr das zu viel werden? Ich holte mir eine Zweitmeinung von Ally und Emily ein, und zusammen kamen wir zu dem Entschluss, zum Jahreswechsel einen Klassenwechsel vorzunehmen und die Stute auch weiter auf Turnieren vorzustellen. Dise Meinung teilte ich mit Emily, Ally sah das Ganze etwas anders. Also ging es nun richtig weiter, heute mit Springtraining über In-Outs. Bekanntlich liebte Amira das, und so baute ich die In-Outs mit 1m auf und begann dann mit dem Training. Und siehe da, die meisten Stangen blieben liegen, Amira sprang konzentriert und zielgenau. Nach ein paar Durchläufen beendeten wir das Training und die Stute durfte zurück auf die Koppel. 

14.09.2020-22:00
Longieren mit Amystia
Heute war ein langer Tag voll mit Büroarbeit gewesen. Zum Abschluss des Tages wollte ich jedoch noch etwas mit meinem Lieblingspony machen und so nahm ich sie von der Koppel und machte Amira für das Longieren fertig. Ganz lieb ging sie mit in die Reithalle und machte beim Training brav mit. Im Schritt streckte die Maus sich schön, ging ruhig und blieb dazwischen einmal stehen, um zu Gähnen. Beide Hände funktionierten ganz gut, auch wenn links von der Biegung her ein ganz kleines bisschen besser war als rechts. Nach etwa 10 Minuten Schritt schnalzte ich und gab somit die Stimmhilfe zum Antraben. Im Trab lief es genauso entspannt ab, Amira war halt wirklich ein Engelchen. Man merkte, dass es der Stute durch die viele Dressurarbeit kein bisschen schwerfiel auch im engeren Zirkel und im Trab longiert zu werden. Anschließen ließ ich sie auf beiden Händen noch etwas Galoppieren, etwas was der Rappe ruhig und ohne Schwierigkeiten wie im Schlaf machte. Dann dürfte mein Herzchen zurück auf die Koppel, wo sie sofort zu ihrer Gruppe mit Mirabel und Faible lief und für Ordnung sorgte-eine Leitstute muss ja immer auf alles aufpassen! 

17.09.2020-21:00
Dressurarbeit Richtung A mit Amystia
Ich hab keine Ahnung, warum ich immer so spät dazu komme, Amira zu reiten. Oder vielleicht doch, weil ich langsam eine eigene Sekretärin für den Hof brauche, wenn das mit Rechnungen und Planungen weiter so ausartet. Naja, da ich dann kein Nerv mehr für ein anderes Pony als mein Liebling hatte, nahm ich mir sie dann vor. Amira freute sich wie immer, mich zu sehen und kam brav von der Koppel mit. Am Putzplatz wurde ich dann ganz sanft anhestubst und an das Leckerli erinnert. Natürlich bekam sie das dann auch sofort und kaute zufrieden darauf rum.
Heute wollte ich etwas Dressurarbeit Richtung A machen, ganz speziell sollte sie heute die Kehrtwendung auf der Vorderhand lernen. Gar nicht so leicht, wie ich beim ersten Versuch nach dem Warmreiten feststellte. Die Hilfen wusste die Stute sehr schnell, aber die Ausführung machte ihr Probleme. Wenn ich zu viele Hilfen gab, lief sie Rückwärts weg, wenn ich zu wenige gab, blieb sie einfach stehen. Bis ich den perfekten Amiragrad gefunden hatte, hat es gedauert. Sehr lange gedauert. Aber dann, auf einmal, funktionierte es. Und dann kam der Amiraeffekt zum Einsatz, der besagt, was Amira einmal kann, das kann sie für immer. Und so funktionierte nach einer Dreiviertelstunde die Kehrtwendung auf der Vorderhand perfekt wie aus dem Lehrbuch-naja, zumindest perfekt genug für Springpony-und-Dressur Verhältnisse. Und so konnte ich das Training mit bestem Gewissen beenden und stolz auf mein Herzchen sein, so stolz wie sie auf sich selbst war. 

21.09.2020-12:00
Immer mal wieder ein schlechter Tag mit Amystia
Normal lass ich schlechte, unmotivierte Tage aus dem Tagebuch von Amira draußen, aber heut emuss dieser Tag einfach hier hinein. Ich weiß ja nicht, was heute los war, aber es war zum fortlaufen. Zu erst einmal wollte die Stute nicht von der Koppel mit und hat danach an der Hand andauernd ihre Nase ins Gras gesteckt, ein Verhalten, was ich von ihr nicht kenne. Da war mir schon klar, dass das nichts wird mit dem A** Springtraining und lief auf den Reitplatz, um die Stangen auf E-Niveau runterzulegen. Beim Putzen und Satteln war dann noch alles ruhig, aber beim Aufsteigen auf dem Reitplatz ging das Ganze schon los, als die Rappstute anfing, Rückwärts zu laufen und es mir so fast unmöglich machte, aufzusteigen ohne ihr ins Kreuz zu fallen. Letztendlich hielt Ally die Stute fest, ich stieg auf und ritt los. Während des Warmreitens im Schritt und Trab schlurfte Amira lustlos durch die Halle, lief auf der Vorderhand und stolperte immer wieder über ihre eigenen Füße. Schließlich galoppierte ich dennoch an und sprang die Hindernisse. Am Anfang war es gar nicht so schlimm, doch nach ein paar Sprüngen wollte Amira das auch nicht mehr machen. Ich dankte meinen Knien, dass sie ausnahmsweise an Ort und Stelle waren, als die Stute nicht richtig absprang, sich erschrak, vor dem nächsten Hindernis eine Vollbremsung machte und sich dann irritiert schüttelte. Ich blieb oben, aber nur um ein Haar. Der Schreck war nicht so schlimm, doch ich war wirklich erst einmal sauer auf die Stute. Das ließ ich mir aber nicht anmerken und sprang die Kombination noch einmal, diesmal mit mehr Erfolg. Zwar fielen beide Stangen, jedoch versuchte Amira nicht einmal, mich runterzubekommen. Dann beendete ich das Training, denn ich hatte absolut keine Lust, noch einmal heute so eine Situation mitzumachen. 

29.09.2020 - 07:50
Geländespringen mit Amystia
Um mal für etwas Abwechslung zwischen Stangen und ganz viel Dressur zu schaffen, packte ich heute die verschlafene Amira in den Hänger und fuhr in die nahegelegene Geländespringbahn. Dort gab es verschiedene Parcours zur Auswahl u d ich entschied mich heute, den leichtesten davon mit meiner Herzensprinzessin zu reiten. Natürlich nicht, ohne sie vorher mit Stollen, Gamaschen, Hufglocken und allem anderen Sicherheitszeug ausgestattet zu haben, schließlich wollte ich ja nicht, dass meine Maus sich verletzt. Noch schnell die Stoppuhr auf Null gesetzt, die Strecke eingeprägt, aufgestiegen und warmgeritten, und dann konnte es auch schon losgehen. Wir waren nicht allein unterwegs, neben uns startete ein hübscher Vollblut Wallach, den Amira erst einmal anzickte. Beim Startpieps ging es los und ich gab Amira die Zügel frei. Natürlich kam sie nicht hinter dem Vollblut Wallach hinterher und ärgerte sich darüber so, dass sie fast den ersten Baumstamm verpasste. Der Satz über den nächsten fiel dann dementsprechend zu groß aus und Amira brauchte erst einmal ein paar Galopp Sprünge, bis sie sich wieder gefangen hatte. Dafür war der schmale Wasserfarben gar kein Problem, ebensowenig wie der Sprung in das kühle Nass. Zwar schaute sie etwas verwirrt, vertraute mir aber und lief weiter. Dann kam eine Galoppstrecke, die bergauf führte. Da kam selbst meine gut trainierte Amira ins Pusten und schaltete einen Gang zurück. Oben auf dem Berg gab es einen steilen Abhang nach unten, den die Ponys ganz vorsichtig bewältigen mussten. Das tat Amira auch, voller Vertrauen in mich. Ich war heilfroh, als wir unten waren und das Ziel sahen. Noch zwei Sprünge, die mein Rappe gut bewältigt und dann noch ein Zielsprint. Die Zeit, 17 Minuten, war natürlich extrem lang, aber für das erste Mal Geländespringen voll okay. Ich lobte Amira, deckte die geschwitzt Stute ein und nahm sie mit in den Hänger, wo sie sich auf der Rückfahrt ausruhen konnte. 

11.10.2020 - 11:00
Springen mit Emily
Dafür war ich nicht bereit, in keinster Weise. Ich, die nur auf Pia gesessen hatte und eine Moonlight als schwer empfand, sollte jetzt das Turnierpony Amira reiten, die dafür bekannt war, nur unter Amy gut zu laufen. Und dann auch noch unter der Aufsicht von Amy, die Amira wirklich heiß und innig liebte. 
Ich stieg mit wackeligen Beinen auf Amira auf und sah Amy unsicher an. Die schnalzte mit der Zunge und erklärte mir, dass ich die Rappstute erst einmal etwas reiten sollte, um mich an die Bewegung zu gewöhnen. In der Zeit legte sie zu meinem Schreck die Stangen auf 65 cm hoch. Amira hatte eine schwungvollen, weiche Bewegung und lief sehr viel auf der Hinterhand. Man merkte, wie viel Dressurarbeit und Zeit Amy in die Stute investierte. Im Trab fühlte ich mich einigermaßen sicher auf Amira, die zwar machte, was sie wollte, aber netterweise zumindest mit dem Springen wartete, bis ihre Besitzerin aus dem Weg war. Die kommandierte mich jetzt durch die Bahn und sagte mir, dass ich ja nichts durchgehen lassen sollte. Das sagte sich so leicht, aber die Stute fand immer einen Weg, sich meinen Hilfen zu entziehen. Und dann sollte ich auch noch angaloppieren und sobald ich das tat, wusste Amira um was es ging und lief auf das erste Hindernis zu. Der Galopp war weich, aber ich war total unvorbereitet auf den Sprung. Zu meiner Verwunderung merkte ich den Sprung kaum. Er war weich und fühlte sich leicht und einfach an. Die folgenden Sprünge verliefen ähnlich und ich konnte sogar lenken. Amira war sehr wich im Maul und regierte gut auf die Hilfen. Es machte so Spaß auf dem Springpony zu springen, weil es spielend einfach war. Nach dieser Stunde war ich wirklich glücklich, auch wenn Amy noch etwas an meinem Sitz Meckerte. Lächelnd machten wir Beiden zusammen die Stute fertig und brachten sie auf die Koppel. 

16.10.2020 - 18:00
So hoch wie möglich springen mit Amystia
Heute morgen bin ich mit einer richtig blöden Idee aufgewacht. Normal bin ich ganz vernünftig, aber aus irgendeinem Grund hatte ich heute mal Lust auszutesten, wie hoch Amira springen kann, natürlich mit einer Maximalhöhe von 140 cm. Die wollte ich aber gar nicht erreichen, mein Ziel waren die 120 cm. Ich nahm Amira von der Koppel, putzte sie und machte sie für Freispringen fertig. In der Halle standen zwei kleine und ein großer Sprung, welcher der Messsprung war. In der ersten Runde lag der bei 115 cm, die Amira bekannterweise sogar mit mir gut und sicher übersprang. Verdutzt schaute mich mein Herzchen einmal an, wartete auf das schnalzen und schoss dann los. Die ersten zwei Hindernisse nahm sie sehr leicht, beim Dritten sprang sie dann doch etwas knapp, aber die Stangen blieben liegen. Stolz sah die Maus mich an, wartete, bis ich die Stangen höher gelegt hatte und nahm dann auch schon mein eigentliches Ziel, die 110 cm. Meine Güte, so wie Amira die Anlaufshindernisse nahm, konnte es ja vielleicht funktionieren. Vor Anspannung machte ich die Augen zu, bis ich das bekannte Landegeräusch hörte. Erst dann atmete ich auf. Sollte ich die 125cm noch versuchen? Immerhin war das Hindernis dann auf M* Niveau... 
Na ja, ich ließ der Stute die Wahl und legte das Hindernis so hoch. Amira nahm Anlauf und sprang relativ knapp, aber sicher über die Hürde. Ich lobte sie und beschloss, dass das für heute als Hochsprung reichte, baute noch einige Gymnastikreihen auf und ließ die Maus dann diese hüpfen. 

19.10.2020- 8:48

Rascheln und alles andere mit Ally

Heute hatte ich mir einiges vorgenommen, dass ich mit meinem kleinen Liebling machen wollte, doch dafür benötigte ich nicht nur den Sohn, sondern auch die Mutter. Also zögerte ich nicht lange und stellte neben Prinz Caspian eine etwas verdutzte Amira. Vorsichtig beschnupperten sich die beiden, bis nach einer angespannten Stille, Amira freudig wieherte und ihren vermissten Sohn begrüßte, ausgiebig, und trotzdem so stürmisch, dass ich die Stricke der beiden, irgendwie vom Halfter löste und zurücktrat, während Mutter und Sohn ihre Wiedervereinigung 'feierten'. Langsam spürte ich wie sich in meinen Augen Tränen sammelten und ich vermute, dass auch ein paar sich selbständig gemacht haben und über meine Wange liefen, aber das war mir ehrlich gesagt egal, alles was zählte waren die beiden Ponys vor mir.

Als sich die Lage "beruhigt" hatte und auch meine Tränen getrocknet waren, befestigte ich die Stricke wieder und band die beiden nebeneinander an. Lächelnd beobachtete ich sie während ich sie putzte und beschwerte mich nicht, als Caspian etwas mehr wie sonst bei den Hufen wackelte. Nachdem ich Amira einen Kappzaum angezogen hatte und Caspian ein Fohlenhalfter, schnappte ich mir ihre Stricke und ging mit den beiden in die Reithalle, wo ich sie erst einmal, nur mit Halfter, eine Halbe Stunde laufen ließ. Ich blieb bei ihnen in der Halle, zog mich aber in eine Ecke zurück und beobachtete sie nur still, denn ich wollte sie nicht stören. Doch leider mussten wir noch etwas arbeiten, ich rief Amira zu mir, die brav mit dem Prinzchen im Schlepptau, angtrabt kam und streichelte ihr über die Mähne. Leise flüsterte ich zu ihr "ich hab dir doch versprochen, dass ich auch wieder etwas mit dir mache." worauf die Stute freudig brummte und mich mit ihrem Hals umarmte. Ich drückte kurz meinen Kopf in ihre Mähne und legte meine Arme um sie, aber nach kurzer Zeit löste ich mich und wir begannen mit dem Training. 

Das Ziel des Trainings war es, dass Cascas mit verschiedenen Alltagsgeräuschen vertraut wird und damit er nicht durchdreht, hatte ich die Idee, dass Amira als Sicherung dabei genommen werden sollte. Wir fingen mit einem alten Fußball an, den ich gegen die Wand warf und dann den Pferden zurollte. Amira stupste den Ball mit der Nase an und rollte ihn durch die Halle, während Caspian am Anfang noch sehr ängstlich war, bald aber zusammen mit seiner Mama Ball spielte. So verlief das Training auch mit Geräuschen. Ich raschelte mit einer Tüte, der Prinz erschrak etwas, wirkte verunsichert, bis er merkte, dass Amira entspannt da stand und keine Gefahr zu wittern schien, dann entspannte er auch und beim nächsten Rascheln zuckten lediglich seine Ohren zu mir und sein Kopf hob sich etwas. Nachdem wir viele Geräusche durchgegangen waren ließ ich Amira und Caspian noch so lange in der Halle, wie ich brauchte um ihr Futter zu zubereiten, dann fraßen die beiden und danach musste ich sie leider auf ihre getrennten Koppeln zurückbringen, aber dass war sicher nicht das letzte Training zu zweit. 

22.10.2020-8:46

Ausreiten mit Handpferd mit Ally

Für heute hatte ich einen großen Schritt vorbereitet, den ich mit Caspian und seiner Ma Amira machen wollte. Wir würden zum ersten Mal gemeinsam auf dem Gelände um den Hof unterwegs sein. Der Ausritt mit Prinz Caspian als Handpferd würde wirklich nicht sehr lange werden, da es nur darum geht, dass er etwas Bewegung außerhalb der Koppel bekommt und dass er Zeit mit seiner Mama verbringen kann. Also stand ich auf, ging zu Amira und putzte die Stute, trenste und sattelte sie dann und flocht ihre Mähne ein, die noch etwas feucht war. Danach ging ich Caspian holen, putzte auch ihn, war aber heute bei den Hufen konsequenter und zog ihn sein Fohlenhalfter an. Dann nahm ich einen längeren, robusten Strick und befestigte ihn an seinem Halfter. Zum Schluss, kurz bevor ich aufstieg, sagte ich noch Amy bescheid und beschrieb ihr worüber ich unterwegs sein würde, nur zur Sicherheit. Los geht's! Ich schwang mich auf Amira, nahm Caspian an den Zügel und ritt im Schritt vom Hof. Schritt war auhc die Gangart, in der ich heute nur unterwegs war. Gemeinsam ritten wir über die Wiesen nahe des Hofes, über einige Hügel und über Wege, die aussahen als wären sie nur mit den bunten Blättern der Laubbäume gepflastert. Sechs Augenpaare konnten sich nicht an der Schönheit des Vesländer Herbstes sattsehen, denn hier war alles nicht ganz so feucht wie sonst wo. Caspian benahm sich den ganzen Ausritt über brav und wenn er doch etwas anstelle würde er von Amira zurecht gewiesen, denn so wie es den Anschein hatte, wusste auch Amira, dass das Gelände kein Kinderspielplatz ist. Ein Regenbogen spannte sich über unseren Hof, als wir langsam auf unserem Rückweg darauf zu ritten. Ich hielt meine Ponystute an und schoss noch ein paar Fotos, denn es sah nur atemberaubend aus. Dann ritten wir schließlich auf den Hof und obwohl wir nicht lange draußen waren und es nicht wirklich feucht war, war es doch kälter als gedacht und nachdem ich jedes Pony auf seine richtige Weise gebrachte hatte und zuvor mit Futter versorgt hatte, kochte ich mir Milch auf und machte mir eine warme Schokolade, die ich trank während ich in einer dicken Decke eingewickelt bei Wolke und Caspian auf der Koppel saß und etwas zeichnete, während die beiden süßen Fohlen Mit einander spielten und sich ab und an zu mir gesellten. 

25.08.2020 - 10:40

Ausreiten mit Amystia 

Der Herbst ist eine tolle Jahreszeit, fast so schön wie der Sommer. Heute morgen sollte es noch einmal schön bleiben, also schnappte ich mir meinen Liebling von der Koppel und schleppte sie mit zum Putzplatz, um sie geländefertig zu machen. So schnell wie möglich machte ich die Maus fertig, schwang mich Punkt 11 aufs Pony und ritt in die Weiten Sandefelds. Die Wiesen waren etwas nass, sodass ich mir alle Mühe geben musste, nicht die Grasnarbe zu zerstören. Nach diesem kurzen Wiesen Stück ging es einen Hang runter, wovor ich erstmal nachgurtete. Nach einem weiteren Wiesen Stück kamen wir dann endlich in den Wald. Dort konnte man jetzt den Herbst mit allen Sinnen erleben.Die Blätter färben sich langsam von grün in ein Sonnengelb, der Wind fegte durch die Blätter und es roch sehr frisch nach nassem Waldboden. Wir folgten dem Weg eine lange Zeit, überqueren eine Straße und trabte schließlich danach an, immer die Hügel hoch. Auf einer großen Wiese galoppierte wir an und galoppierte weiter, bis zu einem winzigen Bach, wo Amira verschnaufen konnte. Dort gingen wir über die Brücke, weiter die Hügel hoch und an einer Kuhweide vorbei. Auf dieser standen ein paar Rinder, die meine Stute misstrauisch Musterten. Auch Amira waren diese Tiere nicht ganz geheuer, aber sie blieb sehr ruhig. Unser Weg führte uns noch weiter über Hügel und vorbei an kleinen Teichen, bis wir die Hengstkoppel mit Calido sahen. Er stand etwas abseits vom Hof, aber dafür hat er ja seine 5 Hektar Weide. Der Hengst begleitete mich und Amira zurück zum Hof, indem er an dem Koppelzaun mitlief. Zurück auf dem Gestüt deckte ich Amira mit einer warmen Decke ein, schließlich war es wirklich nicht mehr so warm. Dann konnte sie, nachdem sie gefressen hatte, zurück auf die Koppel. Dort verabschiedete sie sich von mir und galoppierte los, um ihren Rang als Leitstute zu verteidigen. 

28.10.2020- 7:38 Uhr

Die Plane des Schreckens mit Prinz Caspian und Ally

Also... Wo fange ich an? 

Heute wollte ich eigentlich nur an das Geräusch Training anknüpfen und deshalb dachte ich mir: Ally, weißt du was, damit Caspian nicht so allein dasteht und Angst bekommst nimmst du dir für den Anfang noch Amira dabei. Gesagt, getan. Amira und ich waren am Putzplatz und ich machte die Stute gerade fertig. Ein paar Augenblicke später ging ich in dje Sattelkammer und brachte alles mit, was ich wohl fürs Training benötigen würde. Dann konnte ich endlich zu Caspian gehen, der es auf seiner Koppel bequem gemachte hatte und ein paar Grashalme mampfte. Aber so nicht mit mir. Nach drei Tagen Pause, war es nun wieder an der Zeit zu trainieren, also machte ich mich mit einem Schnallen bemerkbar und rief Cascas zu mir, der auch barv kam. Dafür staubte der Prinz ein Leckerli ab und zusammen machten wir uns wieder auf den Weg zum Putzplatz, wo auch schon Mama Amira auf ihren Sohn wartete. Eine ausführliche Begrüßung später konnte ich endlich damit beginnen meinen Liebling zu putzen und Trainings bereit zu machen. Lange dauerte es aber auch nicht, denn nur die Hufe machten dem kleinen Hengst noch zu schaffen, doch auch das würde immer besser. Nun denn, mit zwei Pferden ging ich in die Reithalle, und führte sie warm. Dann machte ich von Caspian den Strick ab und longierte Amira noch kurz einmal, damit sie sich austoben konnte und auch in allen Gangarten gut bewegt wurde. Nun ging das wirkliche Training los. Zu erst hatte ich wieder allerlei Geräusche oder auch Dinge, vor denen Caspian nicht erschrecken sollte und mit Amira an seiner Seite schaffte er es immer wieder sich zu überwinden und alles auszuprobieren und als "Ungefährlich" einzustufen. Bus hierhin klappte alles wie am Schnürchen. Dann kam die Plane an die Reihe und Halleluja! Ich glaube ich hatte eine zweite Faibke gefunden. Zögerlich näherte sich der Hengst der blauen, raschelnden Plane. Alsob Es ein riesiges Monster wäre tippte Caspian sie mit dem Huf an und trabte danach schnell hinter Amira. Ängstlich blickte er wieder hinter seiner Deckung hervor und nachdem nichts geschah, steuerte der Hengst wieder die Plane an. Amira beobachtete ihren Sohn belustigt und schnaubte aufmunternt, als das Fohlen wieder Reißaus nehmen wollte. Also dann zögerlich betrat Caspian die Plane, erschrak sich dann vor dem knisternden Geräusch und sprang mit einem großen Satz..... Genau in die Mitte der riesen Plane. Verdammt. Verwirrt und total geschockt stand der Hengst dort, ängstlich blickte er sich um und schaute hilflos zu uns. Amira... Naja Amira wieherte laut und belustigt schaute sie zu wie ihr Sohn die Plane musterte, als wäre sie ein Minenfeld. Ich denke mal Amira hatte den Adward für die beste Mama gewonnen. Langsam ging ich zu dem Fohlen und versuchte es mit zureden und Leckerlis von der Plane zu bekommen. Amira stellte sich derweil ans andere Ende der Plane und wieherte ihrem Kind Mut zu. (nennt man das so?) Langsam ließ sich Der Kleine Prinz von der Plane führen und als er unten war lobte ich ihn überschwänglich. Auch Amira knuddelte ihn kurz und stupste ihn sanft und liebevoll an. Dann trabte die Stute mit meinen Anweisungen immer wieder über die Plane, bis sich endlich auch Caspian dazu durchrang und zögerlich hinter seiner Mama her die Plane überquerte. Nach den Ersten Malen machte er es aber auch selbstständig und über holte stolz seine Ma', die ihn verschmitzt an sah. Jup, das ist Liebe. Nach diesem Abenteuerlichen Training entließ ich alle Beteiligten wieder und setzte mich zu den Fohlen auf die Koppel, die wie selbstverständlich zu mir kamen und heute auch bei mir blieben. Lächelnd lehnte ich mich gegen den Baum und Strich den Beiden kleinen über ihr Fell. 

07.11.2020 - 08:00
Dressur ist doof mit Emily 
Leider war Amy der Meinung, verschiedene Pferde zu reiten würde mir nichts schaden, ebenso wenig wie eine Dressurstunde... Naja, und dann hat sie mir Amira in die Hand gedrückt, mich aufs Pferd gesetzt und mir versucht, Dressur beizubringen. Am Anfang war alles ok, die Rappstute ist eine supertolle Lehrstute und hat es mir beim Aufwärmen leichtgemacht, mich auf ihr wohlzufühlen. Mittlerweile kann ich ja zumindest ganz annehmbar E - Dressur reiten und Amira ist auch echt gut zu reiten, was sie dem vielen Training mit Amy zu verdanken hat. Nun ja, nach dem Aufwärmen sollte ich aber zusammen mit der Stute etwas Neues lernen. Besser gesagt, Amira könnte es schon, aber ich überhaupt nicht. Amy meinte, die Lektion wäre nicht so schwer, eine halbe Hinterhandwendung wäre schon genug für heute. 
Allerdings war die Prinzessin unter mir der Meinung, es würde schon komplett reichen für heute, und als ich sie dann ins Halten brachte, blieb sie stehen und wollte nichts mehr von Dressur wissen. Meine Reitlehrerin sah mich lachend an und überließ mich meinem Schicksal. Ich stellte die Hübsche in Bewegungsrichrung, legte mein Schenkel an, klopfte vorsichtig und verlagerte mein Gewicht. Amira sah mich an, schüttelte sich und stubste mich an, um mir zu zeigen, dass ich absteigen sollte. 
Amy konnte sich vor Lachen nicht mehr halten, bekam sich aber wieder ein und erklärte mir die richtigen Hilfen. Sie half mir etwas, und nach etwas Hilfe funktionierte es dann auch ganz gut. Danach galoppierten wir noch etwas und ich lernte, etwas kontrollierter das Ganze anzugehen. 
Es war ein sehr gutes, aber auch anstrengendes Training, und fürs erste hatte ich wirklich genug von Dressur. 


14.11.2020 - 13:00
Vorbereitendes Training für L mit Amystia
Amira ist wirklich mittlerweile eine ganz routinierte Stute, wenns um A - Springen geht. Kaum etwas bringt sie wirklich aus dem Konzept, nur selten macht sie Fehler, die ihre Schuld sind. Daher gehen wir jetzt immer etwas weiter Richtung L-Springen, nur leider hört da die Routine manchmal auf... 
Heute machte ich Amira in Ruhe fertig, nach dem ganzen Rummel heute morgen freute ich mich auf ein entspanntes Training. Letzte Zeit machten wir tolle Fortschritte im Training, worauf ich nicht wenig stolz war. Als wir zusammen auf den Reitplatz gingen, hatte Ally alles schon aufgebaut. Dankbar nutzte ich die n Hindernisse, machte sie etwas schwerer und passte sie an. Acht Hindernisse, alle zwischen L und A Niveau

16.11.2020-10:30 Uhr
Ab in die Stadt mit Ally
Ihr könnt mich verrückt nennen, damit hab ich wirklich kein Problem, denn meine heutige Idee war, dass ich mit einem Jungpferd und seiner Mama in die Stadt ging und zwar zum Wochenmarkt. Das alles machte ich, weil ich backen wollte und ich vergessen hatte Äpfel zu kaufen, als ich mit Wölkchen unterwegs war. Also los geht`s!
Zuerst nahm ich Amira von der Koppel und putzte sie. Satteln und Transen kommt noch später, denn ich muss ja noch Caspian machen. Also danach ging ich zur Fohlenkoppel und schnappte mir Cascas, aber nicht ohne mich vorher von Wolke zu verabschieden. Am Putzplatz begrüßten sich Amira und Prinzchen überschwänglich, dann konnte ich den jungen Herrn erst putzen. Da Mama dabei war klappte auch das Hufeauskratzen vorbildlich und ich zog dem Hengst noch sein Halfter an. Danach sattele und trenste ich Amira und wir konnten pünktlich losziehen. Generell war es in der Gegend ja nicht ungewöhnlich, dass Pferde am Wochenmarkt anwesend waren, doch Jungpferde waren nun mal eine andere Hausnummer. Nachdem ich aufgestiegen war, nahm ich den langen Strick von Caspian in die Hand und wir verließen unser vertrautes Gewässer. Ab ging es in Richtung Stadt und Trubel. Nachdem wir einige Zeit am Weg entlang geritten waren, konnte man schon die leise Musik einiger Bands hören, die zu bestimmten Zeiten am Markt spielten. Kurz bevor wir allerdings die Stadt erreichten erloschen die Klänge, da eine Pause von etwa 2 Stunden zwischen der dieser und der nächster Band lag. Los ging unser Einkaufsbummel an verschiedenen Kleider und Gemüseständen. Da gerade kein Hochbetrieb war kamen wir gut vorran und auch Caspian war nicht so vielen Geräuschen ausgesetzt. Der kleine Mann schlug sich wacker und erschreckte nicht ein einziges mal. auch wenn ich oft das Gefühl hatte, dass er kurz davor war. Amiras Präsenz schien ihn zu beruhigen, sodass wir unsere paar Einkäufe schnell beisammen hatten und schnell wieder verschwinden konnten. Ich lobte den Prinzen und Amira auf unserem Heimweg und am Hof bekam jeder der beiden je einen der gekauften Äpfel. Dann kamen sie auf die Koppeln und ich versuchte mich daran einen Apfelkuchen zu backen...

21.11.2020-15:11 Uhr
Springtraining mit Ally
Heute hatte ich mich dazu entschlossen das Training von Amira zu übernehmen und nein, nicht weil ich sie brauche um etwas mit Caspian zu machen, denn mein heutiges Trainingsziel bestand darin, dass ich mit der Stute möglichst fehlerfrei einen A**-L Parcours springen wollte. Zuerst einmal machte ich die Stute aber reitfertig und danach ging es ans satteln und trensen. Nach dem Warmreiten, dass aus Tempowechseln und Hufschlagfiguren bestand, baute ich einen leichten Cavaletti und Gymnastik-Parcours auf, den ich mit Amira ein paar mal durchsprang. Die Durchgänge waren sauber und keine Stange wurde nur annähernd von Amira berührt. Diesen Parcours baute ich dann in einen etwa mittelschweren A** Parcours um, den wir auch einige Male durchquerten. Selten berührte der Huf von Amira eine Stange und insgesamt fielen auch nur zwei in allen Durchgängen. Noch einmal baute ich den Parcours um, was nur mal so nebenbei eine eigene Sportart sein sollte. Dieses Mal hatten wir es mit dem "Endgegner" zu tun, einerm Parcours mit der Schwierigkeit A**- L. Bevor ich mit Amira durch den insgesamt  Hindernisse großen Parcours ritt, umrundeten wir in noch einmal im Schritt. Dann galoppierten wir an und steuerten auf die erste Kombination zu. Locker leicht flog die Stute darüber und wir konnten zu den nächsten Hindernissen, bei diesen polterte auch nur eine Stange hinunter, die nächste Hindernisse blieben fehlerfrei, dann ging es aber auf eine weitere, aber abschließende Kombination zu. Bei ihr ließ Amira zwei Stangen fallen. Ich lobte die Stute und ließ sie kurz verschnaufen, bevor wir diesen schweren Parcours noch zwei mal sprangen. Dann hieß es Trockenreiten und ab auf die Koppel.